1
Warum wird eine Magenspiegelung durchgeführt?
Eine Magenspiegelung kann sinnvoll sein bei anhaltenden oder wiederkehrenden Oberbauchbeschwerden, starkem Sodbrennen, Schluckproblemen, Übelkeit oder Erbrechen sowie bei Verdacht auf Entzündungen, Geschwüre, Blutungen oder Tumoren im oberen Verdauungstrakt.
2
Ablauf der Magenspiegelung
Die Magenspiegelung wird mit einem flexiblen Schlauch (Gastroskop) durchgeführt, an dessen Ende sich eine Kamera und eine Lichtquelle befinden. Die Untersuchung erfolgt unter Sedierung (Dämmerschlaf) und ist schmerzfrei. Sie liegen auf der Seite, während das Gastroskop vorsichtig durch Mund und Speiseröhre in Magen und Zwölffingerdarm vorgeschoben wird. Mit der Kamera kann die Schleimhaut genau beurteilt und krankhafte Veränderungen erkannt werden. Bei Bedarf können kleine Gewebeproben entnommen, Polypen entfernt oder Blutungen behandelt werden. Die eigentliche Untersuchung dauert rund 20 Minuten, der gesamte Aufenthalt inklusive Vorbereitung und Erholung etwa 1 bis 1,5 Stunden.
3
Vorbereitung
Vor der Untersuchung sollte der Magen mindestens acht Stunden leer sein. Klare Flüssigkeiten sind bis zwei Stunden vorher erlaubt. Falls Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen oder an Diabetes leiden, besprechen Sie die notwendigen Vorbereitungen bitte im Voraus mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
4
Nach der Untersuchung
Direkt nach der Magenspiegelung werden Sie kurz überwacht, bis die Sedierung nachlässt. Hals und Rachen können vorübergehend etwas gereizt sein, ein leichtes Völlegefühl oder Aufstossen ist möglich. Essen, Trinken und die Einnahme von Medikamenten sind in der Regel sofort nach der Untersuchung möglich. Falls Gewebeproben entnommen wurden, treffen die Ergebnisse zeitverzögert ein. Bei einem relevanten auffälligen Befund, werden wir Sie direkt informieren. Nach einer Untersuchung unter Schlafmittel (Propofol) dürfen Sie für 12 Stunden kein Fahrzeug führen.
